Von Trendplatte zu Denkmalgarten

Praxisblick auf nachhaltige Gartenplanung

Stell dir vor, deine Gartenprojekte funktionieren nicht nur heute, sondern fühlen sich auch in 20 oder 30 Jahren noch stimmig an. Wie genau das funktioniert, erzählt dir Andreas Freyaldenhoven von Forster Garten- und Landschaftsbau 

 

Im Angemischt-Gespräch erzählt Andreas, wie du Gärten von Anfang an auf lange Nutzungsdauer planst, mit einer klaren Materiallinie Reklamationen reduzierst und weshalb es in der Beratung auf persönliche Haltung ankommt. Kurz: richtig gute Learnings für alle, die im GaLaBau nicht einfach nur „bauen“, sondern nachhaltige Anlagen gestalten wollen.

Planung auf Nutzungsdauer statt auf Saisontrend

Der wichtigste Hebel aus seiner Sicht ist die Planung. Forster setzt bewusst darauf, Gärten auf lange Nutzungsdauer auszulegen. In der Praxis heißt das: Die Bauherrschaft wird nicht nur zu aktuellen Wünschen befragt, sondern auch dazu, wie sie in 10, 20 oder 30 Jahren leben möchte. Kinder, Pflegeaufwand, Barrierefreiheit, Nutzung im Alter – all das fließt ein.

So entstehen Anlagen, die sich nicht an einer kurzfristigen Optik orientieren, sondern an der Frage: Fühlt sich dieser Garten auch in Jahrzehnten noch passend an? Diese Denkweise macht den Unterschied zwischen einer Trendfläche und einem wirklich nachhaltigem Garten.

 

Material-Selection: Weniger Auswahl, mehr Qualität

Ein zweiter zentraler Punkt ist die konsequente Materialauswahl. Forster arbeitet mit einer klaren „Selection“, einer hausinternen Vorauswahl. Statt das komplette Sortiment der Industrie mitzugehen, werden Materialien definiert, die in Optik, Haltbarkeit und Herkunft überzeugen.

In der Forster-Selection finden sich vor allem regionale und angrenzende Natursteine wie etwa Grauwacke, Basaltlava, belgischer Blaustein oder ein Gneis aus der Schweiz, ergänzt um wenige, bewährte Betonprodukte ohne modische Beschichtungen.

Konsequent ausgeschlossen sind tropische Hölzer, Verbundstoffe wie WPC, Schottergärten, Gabionen, keramische Oberflächen und weit gereiste Importgesteine. Der Vorteil für den Betrieb: Die Materialien sind bekannt, berechenbar und langfristig verfügbar – Reparaturen bleiben möglich, Überraschungen werden seltener.

 

Haltung gegenüber der Kundschaft: Fachbetrieb statt Erfüllungsgehilfe

Ein weiterer wichtiger Lernpunkt aus dem Gespräch ist die innere Haltung. Andreas beschreibt sehr deutlich, wie wichtig es ist, der Bauherrschaft auch mal klar zu sagen, wenn ein gewünschtes Material oder eine bestimmte Lösung nicht sinnvoll ist. Nicht jede „Trendplatte“ gehört in jeden Garten.

Gerade junge Bauleiterinnen und Bauleiter kennen die Situation: Man spürt, dass etwas nicht funktionieren wird, bleibt aber still, um „gefällig“ zu sein. Forster geht bewusst anders vor. Der Betrieb versteht sich als Partner, der sein Praxiswissen einbringt und alternative, langlebige Lösungen vorschlägt. Das reduziert späteren Ärger und stärkt zugleich das Vertrauen.

 

Was du aus der Folge mitnehmen kannst

Aus dem Gespräch mit Andreas kannst du einiges für deinen Alltag im GaLaBau direkt mitnehmen: Wie du Gärten konsequent auf Nutzungsdauer planst und dadurch nachhaltige Flächen gestaltest, warum eine eigene Materialauswahl dir das Leben leichter macht, wie reparaturfreundliche Bauweisen aussehen und wieso eine klare Haltung gegenüber der Kundschaft langfristig mehr bringt als jedes Trendprodukt.

Wenn du tiefer einsteigen willst, hör dir die komplette Folge von „Angemischt – powered by tubag“ mit Andreas Freyaldenhoven an. Dort bekommst du die konkreten Beispiele von der Baustelle, viele Details zur Forster-Selection und einen sehr ehrlichen Einblick in nachhaltige Gartenplanung aus der Praxis.

Der Gast

Andreas Freyaldenhoven

Andreas Freyaldenhoven leitet den Bereich Neuanlage Privatgärten und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Planung und Umsetzung hochwertiger Gartenanlagen. Sein Fokus liegt auf zeitlosen Gestaltungskonzepten, langlebigen Materialien und nachhaltigen Lösungen, die über Jahrzehnte hinweg Bestand haben.

Im Podcast spricht Andreas über die Bedeutung einer durchdachten Planung, den bewussten Umgang mit Ressourcen und warum langfristige Qualität der Schlüssel zu wirklich nachhaltigen Gärten ist.

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