
Biodiversität im Privatgarten:
Konkrete Maßnahmen, die jeder GaLaBau-Betrieb anbieten kann
Artenvielfalt verkaufen, ohne „Öko-Keule“
Andreas Freyaldenhoven war im „Angemischt“-Podcast zu Gast und du kannst von ihm lernen, wie GaLaBau-Betriebe Biodiversität im Privatgarten umsetzen können, ohne dass der Garten nach „Öko-Brache“ aussieht. Viele Bauherrinnen und Bauherren finden Artenvielfalt spannend – wissen aber nicht, wie das konkret aussieht. Genau hier kannst du mit einfachen, gut erklärbaren Maßnahmen punkten.
Von Rasen zu Wiese: kleine Flächen, große Wirkung
Ein idealer Einstieg ist die Umwandlung von Rasen- zu Wiesenbereichen. Du musst nicht den ganzen Garten umkrempeln: Schon Teilflächen, die mit geeignetem Saatgut eingesät und nicht mehr permanent kurz gehalten werden, bringen deutlich mehr Leben. Entscheidend ist ein angepasstes Mahdregime. Wenn du nicht alles auf einmal mähst, sondern Bereiche zeitversetzt stehen lässt, bleiben Rückzugsräume und Überwinterungsorte für Insekten erhalten – statt nur „Sommerbuffet“ ohne Lebenszyklus.
Heimische Stauden als Basis – Akzente nach Wunsch
Ein zweiter Hebel sind Staudenpflanzungen. Andreas empfiehlt einen klaren Anteil heimischer Stauden, weil sie für viele Insektenarten unverzichtbar sind. Das muss gestalterisch nicht langweilig sein: Heimische Arten bilden das Fundament, ergänzt durch ausgewählte, nicht heimische Sorten für besondere Farben, Formen oder Blühzeiten. So bekommst du Bilder, die Kundinnen und Kunden schön finden – und die gleichzeitig ökologisch etwas leisten.
Lebensräume mitdenken, nicht nur Blüten
Biodiversität bedeutet nicht nur Blütenmeere, sondern vor allem Lebensräume. In der Praxis können das kleine Sandflächen („Sandarien“), Totholz, Steinhaufen oder Mini-Wasserstellen sein, die du bewusst in die Gestaltung integrierst. Das sieht nicht nach „Resteecke“ aus, sondern wie ein gezielt gesetztes Gestaltungselement – mit Zusatznutzen für Wildbienen, Käfer, Amphibien und Co.
Boden und Humus als stiller Leistungsträger
Ein Punkt, den Andreas besonders betont, ist der Boden. Ein lebendiger, humusreicher Boden schafft bessere Standortbedingungen für Pflanzen, fördert unzählige Bodenorganismen und bindet gleichzeitig CO₂. Für dich heißt das: Bei Neuanlagen und Umgestaltungen lohnt es sich, Kompost, Bodenverbesserung und schonende Bearbeitung aktiv ins Konzept aufzunehmen – als fachliche Stärke, nicht als „Nice-to-have“.
Wenn du wissen willst, wie Andreas diese Maßnahmen im Detail erklärt, welche Beispiele er aus seinen Projekten mitbringt und wie er das Thema Biodiversität erfolgreich bei der Kundschaft platziert, hör dir die komplette Folge von „Angemischt – powered by tubag“ mit ihm als Gast an.
Der Gast

Andreas Freyaldenhoven
Andreas Freyaldenhoven leitet den Bereich Neuanlage Privatgärten und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Planung und Umsetzung hochwertiger Gartenanlagen. Sein Fokus liegt auf zeitlosen Gestaltungskonzepten, langlebigen Materialien und nachhaltigen Lösungen, die über Jahrzehnte hinweg Bestand haben.
Im Podcast spricht Andreas über die Bedeutung einer durchdachten Planung, den bewussten Umgang mit Ressourcen und warum langfristige Qualität der Schlüssel zu wirklich nachhaltigen Gärten ist.
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