NVL-s Naturstein-Verlegemörtel spezial

NVL-s
Naturstein-Verlegemörtel spezial

  • Trass-Dickbettmörtel für hoch verfärbungsempfindliche Naturwerksteinbeläge
  • zum Verlegen von Natursteinen, Natursteinplatten und Betonwerkstein unterschiedlichster Formate
  • Rezeptur mit original tubag Trass
  • hydraulisch abbindend und erhärtend
  • Mörtelbettdicken 20 mm bis 50 mm
  • Körnung: 0 – 4 mm

Produktmerkmale

Eigenschaften

  • Rezeptur mit original tubag Trass
  • hydraulisch abbindend und erhärtend
  • Mörtelbettdicken 20 mm bis 50 mm
  • Dickbettmörtel mit hoher Standfestigkeit
  • aufgrund der Bindemittelkombination sowie ausgesuchter Zusatzmittel besonders geeignet für die Verlegung von hoch verfärbungsempfindlichen Naturwerksteinen
  • mit Trasszusatz – reduziert wirksam die Gefahr von Kalkausblühungen und Verfärbungen bei Natursteinen und unterstützt einen optimierten, spannungsarmen Erhärtungsverlauf
  • entspricht den Anforderungen der DIN 18352 und DIN 18332
  • witterungs- und frostbeständig nach Erhärtung
  • mineralisch

Zusammensetzung

  • Zement gemäß DIN EN 197-1
  • Trass gemäß DIN 51043-1
  • gestufte Gesteinskörnung gemäß DIN EN 13139
  • Additive zur Steuerung und Verbesserung der Verarbeitungs- und Produkteigenschaften

Verarbeitung

Untergrund

Beschaffenheit / Prüfungen

  • Der Untergrund muss trocken, tragfähig, frostfrei und erhärtet sein.
  • Beton muss mindestens 6 Monate alt sein.
  • Zementestriche müssen zum Zeitpunkt der Belegung mindestens 28 Tage alt sein und eine Restfeuchte ≤ 2,0 CM-% (unbeheizt) oder ≤ 1,8 CM-% (beheizt) aufweisen.
  • Calciumsulfatestriche müssen zum Zeitpunkt der Belegung eine Restfeuchte ≤ 0,5 CM-% (unbeheizt) oder ≤ 0,3 CM-% (beheizt) aufweisen.
  • SAFETEC®-Bodenausgleichsmassen müssen eine Restfeuchte ≤ 3,0 CM-% aufweisen.

Vorbereitung

  • Haftungsmindernde Schichten und Verunreinigungen, z. B. Staub, Sinterschichten, Ausblühungen oder Trennmittelrückstände mit geeigneten Maßnahmen sorgfältig entfernen.
  • Herstellung des Verbundes bei der Dickbettverlegung:
    Für einen kraftschlüssigen Verbund zwischen Untergrund und dem nachfolgenden Dickbett-Verlegemörtel ist die mineralische Haftbrücke tubag TNH flex vollflächig aufzutragen. Die Haftschlämme wird mit einer mindestens 6 mm bzw. 8 mm Zahnkelle gleichmäßig aufgekämmt und in den vorbereiteten Untergrund eingearbeitet, bis eine geschlossene, griffige Kontaktfläche entsteht. Bei rauen Untergründen alternativ mit einem Quast statt auftragen. Anschließend ist der Dickbett-Verlegemörtel in der erforderlichen Konsistenz und Schichtdicke auf die noch frische, nicht abgebundene Haftschlämme aufzubringen.
  • Vorbereitung von Calciumsulfatestrichen:
    Calciumsulfatestriche sind anzuschleifen und gründlich abzusaugen. Bei der Verlegung von Naturstein- oder keramischen Belägen erfolgt die einlagige Vorbehandlung mit der tubag BHG VarioRapid Bauharz/ Grundierung. Diese ist im frischen Zustand vollständig mit grobem Quarzsand (0,35-1,5 mm) abzustreuen. Nach dem Erhärten muss überschüssiger und loser Sand sorgfältig entfernt werden.

Verarbeitung

Temperatur

  • Nicht verarbeiten, abbinden und erhärten lassen bei Luft-, Material- und Untergrundtemperaturen unter +5 °C sowie über +30 °C, direkter Sonneneinstrahlung und/oder starker Windeinwirkung.

Anmischen / Zubereitung / Aufbereitung

  • Beim händischen Anmischen zunächst die bei den technischen Daten angegebene Wassermenge in ein sauberes Gefäß vorlegen und danach Trockenmörtel einstreuen. Sauberes Leitungswasser verwenden.
  • Material mit einem geeigneten Rührwerk homogen und knollenfrei anmischen, kurz ruhen lassen und anschließend, ggf. bei weiterer Wasserzugabe, nochmals aufrühren und Konsistenz verarbeitungsgerecht einstellen.
  • Ein Teil des Anmachwassers kann durch tubag Flexo-Trass-Dispersion ersetzt werden, um das Produkt zusätzlich zu vergüten.
  • Konsistenz erdfeucht: ca. 2,6 l Wasser auf 25 kg
  • Konsistenz erdfeucht vergütet: ca. 2,2 l Wasser + 0,4 l Flexo-Trass-Dispersion auf 25 kg
  • Konsistenz steif plastisch: ca. 3,3 l Wasser auf 25 kg
  • Konsistenz steif plastisch vergütet: ca. 2,7 l Wasser + 0,6 l Flexo-Trass-Dispersion auf 25 kg
  • Den Mörtel immer mit gleichem Wassergehalt anmischen, da unterschiedliche Wasserzugaben zu einem farblich unterschiedlichem Fugenbild oder Flecken führen können.

Verarbeitung

  • Je nach Verlegeart und Beschaffenheit des Natursteins sind Naturwerksteinbeläge und keramische Platten vollflächig und hohlraumfrei in den leicht plastischen Verlegemörtel zu verlegen.
  • Bei schwach und nicht saugenden Natursteinen und keramischen Platten sowie bei erdfeuchter Verlegung ist eine Haftschlämme, z. B. tubag Trass-Naturstein-Haftschlämme flex TNH-flex zu verwenden.
  • Die Mindestschichtdicke beträgt ca. 2 cm bei plastischer Konsistenz.
  • Reinigung der Plattenrückseiten:
    Verschmutzte Rückseiten von Natursteinen oder Platten sind vor dem Verlegen vollständig von Schmutz, Staub und Trennmitteln zu reinigen, um eine optimale Haftung sicherzustellen.
  • Zur Herstellung eines kraftschlüssigen Verbunds zwischen Natursteinbelag und den Natursteinverlegemörtel ist die naturweiße Haftschlämme tubag TNH-flex oder dem weißen tubag TKN Trass-Kleber C2 TE/FT S1 im ersten Arbeitsgang als vollflächige Kratzspachtelung auf die Plattenrückseite aufzutragen. Anschließend wird die Haftschlämme bzw. der Trass-Kleber mit einer Zahnkelle (Zahnung 10 mm) gleichmäßig aufgekämmt.
  • Das Versetzen der so vorbereiteten Platten erfolgt frisch in frisch hammerfest und höhengerecht in den erdfeuchten Trass-Dickbettmörtel. Die Fugenräume sind anschließend ausreichend tief auszukratzen und freizuhalten.
  • Die Verfugung erfolgt mit einem geeigneten flexiblen Trass-Naturstein-Fugenmörteln. (s. Hinweise) Fugen erst nach Austrocknung des Verlegemörtels schließen.

Verarbeitbare Zeit

  • Ca. 2 Stunden bei +20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte verarbeitbar.
  • Bereits angesteifter Mörtel darf nicht mehr mit zusätzlichem Wasser verdünnt, aufgemischt oder weiter verarbeitet werden.

Trocknung / Erhärtung

  • Der frische Mörtel ist vor zu rascher Austrocknung und ungünstigen Witterungseinflüssen wie z. B. Frost, Zugluft, direkter Sonneneinstrahlung sowie vor direkter Schlagregeneinwirkung zu schützen, ggf. durch Abhängen mit Folie.

Werkzeugreinigung

  • Werkzeuge und Geräte sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.

Hinweise

  • Zur Sicherung des Haftverbundes von Plattenbelägen ist auf der Rückseite des Belagsmaterials eine Kontaktschicht, z. B. tubag TNH-flex oder tubag TKN, aufzubringen.
  • Trasshaltige Mörtel vermindern die Gefahr von Kalkausblühungen und behindern durch ihre Dichtigkeit den kapillaren Wassertransport. Trasshaltige Mörtel erhärten aufgabengemäß langsamer. Das erleichtert den erwünschten Abbau ungleichmäßiger Spannungen und hilft zu harte Fugen zu vermeiden, die besonders bei Naturstein-Mauerwerk und Steinmetzarbeiten unerwünscht sind.
  • Für die Verfugung von Naturstein- und Betonwerksteinbelägen mit definierten Formaten wird der tubag Trass-Fugenmörtel TNF VarioRapid für Fugenbreiten von 2 bis 12 mm empfohlen.
  • Für die Verfugung von Polygonalplatten wird der spezielle tubag TFP Trass-Fugenmörtel für Polygonalplatten empfohlen.
  • Bei Fugen in Boden-, Anschluss- und Bewegungsbereichen sowie bei Groß- und Megaformaten empfiehlt sich die Verwendung der flexiblen Fugenmasse FFM VarioFlex. Bei Natursteinbelägen ist zusätzlich das FFG VarioFlex Glättmittel einzusetzen, um das Risiko unerwünschter Glättmittelflecken zu minimieren.

Technische Daten

Technische Spezifikation EN 998-2
Produkttyp Normalmauermörtel
Mörtelgruppe NM III
Bindemittelbasis Trass-Zement
Druckfestigkeit M10
Druckfestigkeit ≥ 10 N/mm²

Downloads

Sicherheitsdatenblatt tubag NVL-s
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Technisches Merkblatt tubag NVL-s
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