
NVL 300
Naturstein-Verlegemörtel
- Trass-Dickbettmörtel für verfärbungsempfindliche Natursteinbeläge
- zum Verlegen von Natursteinen und Natursteinplatten, Betonwerksteinplatten
- für das Verlegen dunkler, verformungsstabiler und nicht durchscheinender Natursteine, wie z. B. Bayernwald-Granit, Basalt, Porphyr, Schiefer oder Sandstein
- hydraulisch abbindend und erhärtend
- Rezeptur mit original tubag Trass
- Mörtelbettdicken 20 mm bis 50 mm
- Körnung: 0 – 4 mm
Produktmerkmale
Eigenschaften
- hydraulisch abbindend und erhärtend
- Rezeptur mit original tubag Trass
- Mörtelbettdicken 20 mm bis 50 mm
- Dickbettmörtel mit hoher Standfestigkeit
- mit Trasszusatz – reduziert wirksam die Gefahr von Kalkausblühungen und Verfärbungen bei Natursteinen und unterstützt einen optimierten, spannungsarmen Erhärtungsverlauf
- witterungs- und frostbeständig nach Erhärtung
- mineralisch
Zusammensetzung
- Zement gemäß DIN EN 197-1
- Trass gemäß DIN 51043-1
- gestufte Gesteinskörnung gemäß DIN EN 13139
- Additive zur Steuerung und Verbesserung der Verarbeitungs- und Produkteigenschaften
Verarbeitung
Untergrund
Beschaffenheit / Prüfungen
- Beton muss mindestens 6 Monate alt sein.
- Der Untergrund muss trocken, tragfähig, frostfrei und erhärtet sein.
- Zementestriche müssen zum Zeitpunkt der Belegung mindestens 28 Tage alt sein und eine Restfeuchte ≤ 2,0 CM-% (unbeheizt) oder ≤ 1,8 CM-% (beheizt) aufweisen.
- Calciumsulfatestriche müssen zum Zeitpunkt der Belegung eine Restfeuchte ≤ 0,5 CM-% (unbeheizt) oder ≤ 0,3 CM-% (beheizt) aufweisen.
- SAFETEC®-Bodenausgleichsmassen müssen eine Restfeuchte ≤ 3,0 CM-% aufweisen.
Vorbereitung
- Haftungsmindernde Schichten und Verunreinigungen, z. B. Staub, Sinterschichten, Ausblühungen oder Trennmittelrückstände mit geeigneten Maßnahmen sorgfältig entfernen.
- Herstellung des Verbundes bei der Dickbettverlegung:
Für einen kraftschlüssigen Verbund zwischen Untergrund und dem nachfolgenden tubag Trass-Dickbett-Verlegemörtel NVL 300 ist die mineralische Haftbrücke tubag TNH flex vollflächig aufzutragen. Die Haftschlämme wird mit einer mindestens 6 mm bzw. 8 mm Zahnkelle gleichmäßig aufgekämmt und in den vorbereiteten Untergrund eingearbeitet, bis eine geschlossene, griffige Kontaktfläche entsteht. Bei rauen Untergründen alternativ mit einem Quast statt auftragen. Anschließend ist der NVL 300 in der erforderlichen Konsistenz und Schichtdicke auf die noch frische, nicht abgebundene Haftschlämme aufzubringen. - Vorbereitung von Calciumsulfatestrichen:
Calciumsulfatestriche sind anzuschleifen und gründlich abzusaugen. Bei der Verlegung von Naturstein- oder keramischen Belägen erfolgt die einlagige Vorbehandlung mit der tubag BHG VarioRapid Bauharz/ Grundierung. Diese ist im frischen Zustand vollständig mit grobem Quarzsand (0,35-1,5 mm) abzustreuen. Nach dem Erhärten muss überschüssiger und loser Sand sorgfältig entfernt werden.
Verarbeitung
Temperatur
- Nicht verarbeiten und trocknen/abbinden lassen bei Luft-, Material- und Untergrundtemperaturen unter +5 °C und bei zu erwartendem Nachtfrost sowie über +30 °C, direkter Sonneneinstrahlung, stark erwärmten Untergründen und/oder starker Windeinwirkung.
Anmischen / Zubereitung / Aufbereitung
- Beim händischen Anmischen zunächst die bei den technischen Daten angegebene Wassermenge in ein sauberes Gefäß vorlegen und danach Trockenmörtel einstreuen. Sauberes Leitungswasser verwenden.
- Material mit einem geeigneten Rührwerk homogen und knollenfrei anmischen, kurz ruhen lassen und anschließend, ggf. bei weiterer Wasserzugabe, nochmals aufrühren und Konsistenz verarbeitungsgerecht einstellen.
- Ein Teil des Anmachwassers kann durch tubag Flexo-Trass-Dispersion ersetzt werden, um das Produkt zusätzlich zu vergüten.
- Nicht mit anderen Produkten und/oder Fremdstoffen vermischen.
- Den Mörtel immer mit gleichem Wassergehalt anmischen, da unterschiedliche Wasserzugaben zu einem farblich unterschiedlichem Fugenbild oder Flecken führen können.
Verarbeitung
- Reinigung der Plattenrückseiten:
Verschmutzte Rückseiten von Natursteinen oder Platten sind vor dem Verlegen vollständig von Schmutz, Staub und Trennmitteln zu reinigen, um eine optimale Haftung sicherzustellen. - Verlegung polygonaler oder bruchrauer Natursteine:
Für polygonale, vieleckige oder bruchraue Natursteine ist der Mörtel in plastischer Konsistenz mit einer Mindestauftragsdicke von ≥ 2 cm aufzubringen. Bei gleichzeitiger Fugenausbildung mit NVL300 sind die Fugen frisch in frisch vollfugig auszubilden. Herausquellender Mörtel ist unmittelbar mit einer sauberen Kelle abzuziehen. Nach dem Ansteifen sind die Fugen – insbesondere bei Bodenbelägen – glatt abzuziehen; nach dem Ansteifen sind die Fugen mit einem geeigneten Werkzeug – z. B. Wasserschlauch, Holzspan oder einem ähnlichen Hilfsmittel – gleichmäßig zu glätten, um ein homogenes Fugenbild zu erhalten. - Bei Dickbettverlegung in erdfeuchter Mörtelkonsistenz ist zur Herstellung eines kraftschlüssigen Verbunds zwischen Natursteinbelag und den Natursteinverlegemörtel ist die naturweiße Haftschlämme tubag TNH-flex oder dem tubag TKN Trass-Kleber im ersten Arbeitsgang als vollflächige Kratzspachtelung auf die Plattenrückseite aufzutragen. Anschließend wird die Haftschlämme bzw. der Trass-Kleber mit einer Zahnkelle (Zahnung 10 mm) gleichmäßig aufgekämmt.
- Verfugung von Polygonalplatten:
Für die Verfugung von Polygonalplatten wird der spezielle tubag TFP Trass-Fugenmörtel für Polygonalplatten empfohlen. - Fugen für Boden-, Anschluss- und Bewegungsbereiche sowie Groß- und Megaformate:
Für diese Anwendungen empfiehlt sich die flexible Fugenmasse FFM VarioFlex. Bei Natursteinbelägen ist zusätzlich das FFG VarioFlex Glättmittel einzusetzen, um das Risiko unerwünschter Glättmittelflecken zu minimieren.
Verarbeitbare Zeit
- Ca. 2 Stunden bei +20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte verarbeitbar.
- Bereits angesteifter Mörtel darf nicht mehr mit zusätzlichem Wasser verdünnt, aufgemischt oder weiter verarbeitet werden.
Trocknung / Erhärtung
- Der frische Mörtel ist vor zu rascher Austrocknung und ungünstigen Witterungseinflüssen wie z. B. Frost, Zugluft, direkter Sonneneinstrahlung sowie vor direkter Schlagregeneinwirkung zu schützen, ggf. durch Abhängen mit Folie.
Werkzeugreinigung
- Werkzeuge und Geräte sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.
Hinweise
- Um die Haftung des Belags zu verbessern, sollte bei nicht saugenden Natursteinen tubag Trass-Naturstein-Haftschlämme TNH-flex als Haftbrücke eingesetzt werden.
- Trasshaltige Mörtel vermindern die Gefahr von Kalkausblühungen und behindern durch ihre Dichtigkeit den kapillaren Wassertransport. Trasshaltige Mörtel erhärten aufgabengemäß langsamer. Das erleichtert den erwünschten Abbau ungleichmäßiger Spannungen und hilft zu harte Fugen zu vermeiden, die besonders bei Naturstein-Mauerwerk und Steinmetzarbeiten unerwünscht sind.
Technische Daten
| Mörtelgruppe | NM III |
| Bindemittelbasis | Trass-Zement |
| Farbe | grau |
| Druckfestigkeit | M10 |
| Druckfestigkeit | ≥ 10 N/mm² |
| Kapillare Wasseraufnahme | ≤ 0,40 kg/(m²min0,5) |
| Brandverhalten | A1 |
| Verarbeitungstemperatur | +5 °C bis +30 °C |
| Verarbeitbare Zeit | ca. 2 Stunden |